Angeln an der Gelsau - Enderupskov Camping

Direkt zum Seiteninhalt
Aktivitäten
Die Gels-Au - bei uns können Sie einen erholsamen Angel-Urlaub verbringen.
In der Gels-Au erwartet Sie im Oberlauf klares Wasser und die Äschen beißen dort sehr gut auf  Trockenfliegen. Sie können hier aber auch Bachforellen, Meerforellen und sogar Lachse fangen.
Artikel aus FliegenFischen 6-2019


Dänemark : die Gelsau
Die vergessene Perle Südjütlands

In den 80er Jahren gehörte die Gels-Au zu den  
besten Adressen für Meerforellen in Dänemark.
Dann wurde es still um diesen Fluss – doch die  
Gels-Au hat ihren alten Glanz zurück!
von Ralf Kanstorf














"Back to the roots“ heisst es so oft, also „Zurück zu den Wurzeln“. In den 80er Jahren fing ich mit der Meerforellenfischerei an den dänischen Auen an und die Gels-Au war einer der ersten Flüsse, an dem ich meine ersten Erfahrungen sammelte. Damals, in den 80er Jahren, gehörte die Gels-Au zweifelsohne zu den besten Meerforellen-Auen Dänemarks. Einige Spezialisten erzählten damals in einem Flensburger Angelladen: „Es ist Juni, das Wetter ist gut, ich fahre mal kurz zur Gels-Au und hole mir eine Meerforelle.“

Foto im Hintergrund: Gelså – beim Anblick dieses Schildes werden die älteren Semester denken „An der Gels-Au, da war ich lange nicht …“. Mal unter uns: Fahren Sie mal wieder hin, es lohnt sich. Foto: R. Kanstorf
Und tatsächlich – am nächsten Tag bestaunte ich im Laden ein Polaroid- Foto eines Silberbarrens.
IRGENDWANN GERIET DER FLUSS IN VERGESSENHEIT Nun – meine ersten Versuche an dem Fluss waren nicht gerade mit Erfolg gekrönt, mich beeindruckte aber damals der gute Ruf des Flusses und die wunderschöne Natur dieses Gebietes. Häufig fuhr ich an einer Unterkunft direkt am Fluss vorbei – eine grosse, hölzerne Meerforelle sollte zum Einkehren in die Unterkunft einladen. Viele Jahre sind vergangen und viele andere Flüsse in Dänemark habe ich besucht.
Ob klassisch mit Einzelhakenfliege oder mit Tube, ob mit der Einhandrute oder der leichten Zweihand, das Meerforellenfischen an der Gels Au lohnt sich wieder!

Foto: M. Werner
Die Gels-Au geriet dabei ein wenig in Vergessenheit – bis vor zwei Jahren. Da sollte es wieder einmal eine Tour an diesen Fluss geben. Es hat sich eine Menge getan, aber eines ist geblieben – die wunderschöne Natur rund um diesen Fluss.
Häufig fuhr ich an einer Unterkunft direkt am Fluss vorbei – eine grosse, hölzerne Meerforelle sollte zum Einkehren in die Unterkunft einladen. Viele Jahre sind vergangen und viele andere Flüsse in Dänemark habe ich besucht. Die Gels-Au geriet dabei ein wenig in Vergessenheit – bis vor zwei Jahren. Da sollte es wieder einmal eine Tour an diesen Fluss geben. Es hat sich eine Menge getan, aber eines ist geblieben – die wunderschöne Natur rund um diesen Fluss.
DIESE AU GEHÖRT ZUM GROSSEN SYSTEM DER RIBE-AU Zunächst aber zu den allgemeinen Daten: Die Gels-Au gehört zum Ribe-Au-System. Zu diesem System gehören die Ribe-Au selbst, die Gram-Au, Flads-Au und die Gels-Au. Alle fließen beim Ort Ribe, eine der ältesten Städte Dänemarks, zusammen und münden in die Ribe-Vester-Au, die wiederum westlich von Ribe in die Nordsee mündet. Die Gels-Au ist der am südlichsten gelegene Zufluss. Sie fliesst vom Ort Bevtoft über Hjartbro, Arnum, Tiset, Stensbaek-Plantage und Enderupskov bis nach Ribe. Die Gels-Au wird übrigens gelegentlich mit der GramAu verwechselt. Doch diese fließt etwas weiter nördlich, wird dann zur Flads-Au und schlängelt sich ebenfalls in Richtung Ribe.

Der Ort Ribe ist daher ein wichtiger Orientierungspunkt, zumal der Fluss zwischen der Schleuse zur Nordsee und dem Ort tidenabhängig ist. Doch in Ribe ändert sich das. Dort befinden sich Fischtreppen, die die Auen vom tidenabhängigen Bereich trennen. Bei Enderupskov war der Flusslauf der Gels-Au immer natürlich, oberhalb von Arnum/Tiset gab es viele begradigte Bereiche, die jedoch mittlerweile in die ursprünglichen Kurven zurückverlegt wurden. Diese renaturierten Bereiche werden gut von den Fischen angenommen! Doch auch die noch immer geraden Bereiche sollten Sie befischen – Angler sind hier wenige unterwegs und die Fische stehen gerne in diesen Bereichen.
Die Fischtreppe in Ribe ermöglicht es den großen Salmoniden wieder, in das gesamte Flusssystem zu ziehen
Foto: R. Kanstorf
FRÜHER GAB ES PROBLEME, HEUTE GIBT ES WIEDER LACHS Früher hatte die Gels-Au zwei Probleme. Zum einen behinderte eine Forellenzucht bei Enderupskov den Aufstieg der Fische in das sogenannte B-Stück des Flusses stromauf von Enderupskov.
Die Gels-Au in Stensbaek-Plantage. Die letzte Eiszeit formte diese flache Landschaft, geprägt von Heide, Moor und Ackerland – und eben dieser Au. Die Kurven sind immer „heiß“, hier stehen Meerforellen.
Foto: R. Kanstorf
Mittlerweile ist dieser Betrieb nicht mehr vorhanden, und der Aufstieg funktioniert hier ungestört.  Außerdem gab es weiter stromauf bei Kastrup-Kaer eine Staustufe, die für Fische nur schwer zu überwinden war. Diese Stufe ist baulich so verändert worden, dass auch hier der Aufstieg ungestört funktioniert. In den 80er und 90er Jahren war die Gels-Au ein reiner Meerforellenfluss. Nachdem nach der Jahrtausendwende der alte, reine genetisch dänische Lachsstamm aufgepäppelt und auch im Ribe-AuSystem wieder angesiedelt wurde, werden mittlerweile auch Lachse in der Gels-Au gefangen. In den 80er und 90er Jahren war die Gels-Au übrigens auch für ihre starken Äschen bekannt, vor allem im Oberlauf um Bevtoft war die Fischerei extrem gut. Leider hat hier der Kormoran, wie an vielen anderen Flüssen auch, die Äschen stark dezimiert.
MIT DER EINHANDRUTE KOMMT MAN AN DIESER AU GUT ZURECHT Die Gels-Au ist nicht allzu breit und an den meisten Strecken mit Einhandruten oder Switch-Ruten gut zu befischen. Im Sommer und Herbst ist die Meerforellenfischerei besonders in der Dämmerung und nachts sehr erfolgreich, was nicht heißt, dass sich Versuche am Tage nicht lohnen. Spielen Wetter und Wasserstand mit, so nehmen die Fische auch am Tage die Fliege! Am Tage fische ich eine Schwimmschnur oder Intermediate Schnur mit unterschiedlichen Poly-Leadern vorgeschaltet – je nach Wasserstand und Strömungsdruck. In der Dämmerung und nachts hat sich eine Schwimmschnur mit einem vorgeschalteten Intermediate Poly-Leader und einem rutenlangen Vorfach (0,35er Fluocarbon) bewährt. Dunkle, mindestens fingerlange und unbeschwerte Tubenfliegen kommen zum Einsatz. Und wie wird gefischt? An einem verdächtigen Platz werfe ich zunächst steiler als 45 Grad zum anderen Ufer und mache die Fliege schnell. Der zweite Wurf ist auch schräg zum anderen Ufer, allerdings vom Winkel her flacher. Hier wird die Drift voll ausgefischt und am eigenen Ufer lange gespielt, bevor eingestrippt wird. Erst dann gehe ich ein paar Schritte weiter. Aber Achtung, fischen Sie konzentriert, denn alle Phasen des Wurfes kann jederzeit einen Biss bringen!


Quelle: www.fliegenfischen.de / FliegenFischen Ausgabe 6-2019


© Enderupkov Camping ApS   2019
Letzte Aktualisierung: 29.07.2020
Zurück zum Seiteninhalt